“Solidarisch ernten? Arbeitsausbeutung auf deutschen Äckern”

Im Frühling 2020 gab es eine Solidarisierungswelle mit Landwirt*innen in ganz Deutschland. Jobvermittlungsportale schossen schneller aus dem Boden als der Spargel. In dem Medien wurden inländische Erntehelfer*innen ausführlich interviewt, besonders Studierende, die über Rückenschmerzen klagten. Doch schnell hat sich gezeigt, wie abhängig die deutsche Landwirtschaft von der Beschäftigung osteuropäischer Saisonarbeiter*innen ist – darunter immer mehr ukrainische Studierende, die auf Prakikabasis Erntearbeit ausführen. In unserer Veranstaltung berichtet eine ehemalige Saisonarbeiterin aus der Ukraine über ihre Erfahrungen auf einem Mecklenburgischer Erdbeerhof, über dubiose Vermittlungsstrukturen und was der Aufenthalt für viele urkainische Studierende bedeutet. Danach spricht die gewerkschaftsnahe Bildungseinrichtung Arbeit und Leben von gängigen Tricks, mit denen Betriebsleiter*innen Arbeitsrechte unterwandern. Abschließend diskutieren wir, welche Möglichkeiten es aus gewerkschaftlicher Sicht gibt, um Saisonarbeiter*innen in Deutschland zu unterstützen. Denn internationale Ausbeutungsverhältnisse benötigen internationale solidarische Praxen.

Es wird eine Simultanübersetzung deutsch-russisch geben. Die Veranstaltung wird über Zoom gehostet. Der Link wird eine Woche vorher auf FB gepostet.

Veröffentlicht am 20. Oktober 2020