Qualitätssiegel "Faire Saisonarbeit"
Ziel des Projektes
Jedes Jahr sind in Deutschland etwa 350.000 ausländische Arbeitskräfte in der Erntezeit beschäftigt. Die Kenntnisse und Unsicherheiten der Arbeitnehmer in Bezug auf Arbeitsbedingungen sowie die Gefahr des Sozial- und Lohndumpings führen häufig dazu, dass die Saisonarbeit öffentlich negativ wahrgenommen wird.
Mit dem Projekt "Faire Saisonarbeit" wollen die Akteure diesem Image entgegenwirken!
Mit dem Qualitätssiegel gibt es für die Betriebe nun ein freiwilliges Instrument, mit dem sie nachweisen können, dass die Sozialen Mindeststandards eingehalten werden. Diese Standards basieren überwiegend auf den gesetzlichen Grundlagen.
Das Zertifizierungsinstrument wird öffentlich sein. Die Ergebnisse sollen
- einen fairen Wettbewerb befördern,
- interessierte Saisonarbeitskräfte über Unternehmen informieren,
- Werbung für gute Unternehmenspraxis sein.
Erste Arbeitsschritte
Im ersten Schritt unternimmt unser Projektmitarbeiter Besuche in landwirtschaftlichen Unternehmen, die Saisonarbeitskräfte beschäftigen. Mit Hilfe eines Kriterienkataloges erstellt er ein unverbindliches Ranking der Betriebe.
Dieses Ranking und die Erfahrungen aus den Betriebsbesichtigungen sollen dann in weitere Gespräche bzw. Verhandlungen mit den Unternehmern und deren Verbänden einfließen, mit dem Ziel, eine einheitliche Zertifizierung vorzunehmen.
Das Projekt wird getragen von der Industriegewerkschaft Bauen - Agrar - Umwelt (IG BAU). Die weiteren Akteure sind:
PECO-Institut e.V.
Europäischer Verband der Wanderarbeiter
Stiftung Soziale Gesellschaft


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